10. Februar

Seit ich begriffen habe, dass ich zum Alkoholiker geworden bin und niemals mehr Spaß am Trinken haben kann; und seit ich weiß, dass Alkohol mir nur noch Schwierigkeiten und Kummer bereiten wird, da sagt mir meine Vernunft, dann bleibt eben nichts weiter übrig, als in Zukunft nüchtern zu leben. Dann aber lernte ich noch etwas anderes in AA - das Wichtigste, das man überhaupt lernen kann - nämlich, eine Höhere Macht um Hilfe anzurufen, damit ich dem Alkohol absagen kann. So stört mich nicht mehr, dass es mit dem Spaß am Trinken für immer vorbei ist.

Habe ich gelernt, dass ich ohne Alkohol viel glücklicher bin?

MEDITATION

Genau wie ein Baum seine toten Äste, so muss auch ich meine Schwächen abwerfen, ehe ich mich entwickeln kann. Denke an gewandelte Menschen wie an Bäume, die von toten Ästen und Zweigen befreit worden sind, so dass sie jetzt gestutzt, beschnitten und kahl dastehen. Jedoch durch das kahle, anscheinend tote Geäst fließt still nach geheimnisvoll der neue Saft, bis durch die Frühlingssonne neues Leben erwacht. Da plötzlich gibt es neue Knospen und Blätter und Blüten und Früchte, die durch das Stutzen der Äste viel üppiger geworden sind. Und vergiss nicht, dass du in der Hand eines Meistergärtners stehst, der beim Stutzen keine Fehler begeht.

GEBET

Ich bete, dass ich alles "tote Rankwerk" beschneiden möge. Ich bitte, dass mir das Stutzen nichts ausmacht, da ich mich so viel besser entwickeln kann.