13. Februar

Zuweilen überfällt uns doch der Gedanke: Können wir denn wirklich nie mehr trinken? Natürlich nicht, wir sind ja Alkoholiker, aber warum musste es nur so weit kommen? Die Antwort lautet, dass wir irgendwann in unserer Trinkerlaufbahn eine Grenze überschritten haben, bis zu der wir Alkohol vertragen konnten und nun einen Zustand erreicht haben, in dem wir keinen Alkohol mehr vertragen können; einen Zustand, aus dem sich - sobald wir auch nur einen Schluck trinken - früher oder später unweigerlich ein Riesenrausch entwickelt.

Wenn ich jetzt an Alkohol denke, ist mir dann klar, dass ich ihn nie mehr vertragen kann?

MEDITATION

Erst im Endspurt eines Rennes werden Muskeln und Nerven, Herz und Mut bis zum Äußersten beansprucht. Und so geht es auch uns. Das Ziel unseres spirituellen Lebens ist in Sicht. Nur eine letzte, äußerste Anstrengung noch ist notwendig. Wie bedauernswert sind doch jene Läufer, die tapfer und ausdauernd gelaufen sind und dann plötzlich - kurz vor den Ziel - durch einen Schwächeanfall aufgeben müssen. Niemals werden sie wissen, wie nahe sie dem Ziel waren - wie dicht am Sieg.

GEBET

Ich bete, dass ich durchhalten möge, bis das Ziel erreicht ist. Ich bitte, dass ich im Entspurt nicht aufgebe.