14. Februar

Immer nach dem ersten Glase begannen wir eingleisig zu denken. Es erging uns wie einem Eisenbahnzug, der auf seinem Gleis bleiben muss. Ein Schluck nur, und auf und davon ging es auf diesem einzigen Gleis bis zur Endstation der sinnlosen Trunkenheit. Dabei war uns schon vorher klar, dass es so auslaufen würde. Wir wussten es bereits, als wir uns an der Bar niederließen und jenes verhängnisvolle erste Glas zum Munde führten. Und trotzdem konnten wir dem Alkohol nicht widerstehen. Unsere Willenskraft war dahin. Hilf- und rettungslos waren wir der Macht des Alkohols ausgeliefert. Weder das zweite noch das zehnte Glas bewirkte dies, sondern das erste.

Werde ich wohl jemals wieder jenes erste Glas trinken wollen?

MEDITATION

Ich muss täglich dafür sorgen, dass ich mich für eine Weile in die Stille mit Gott zurückziehe. Dann werde ich allmählich eine seelische und geistige Wandlung erfahren - nicht so sehr durch meine Gebete als durch mein Bemühen, Gott nahe zu sein. Und wenn ich auch nicht begreife, wodurch diese stärkende und heilende Kraft ausgelöst wird - weil dies jenseits menschlichen Begriffsvermögens liegt - so tut sie doch ihre Wirkung. In der Stille mit Gott wachse ich innerlich am besten. 

GEBET

Ich bete, dass ich meine tägliche Zwiesprache mit Gott getreulich einhalten möge. Ich bitte, dass ich Tag für Tag innerlich wachsen darf.