22. Oktober

Zweitens habe ich mich damit abgefunden, den Rest meines Lebens ohne Alkohol auszukommen. Und zwar habe ich diese schwerwiegende Entscheidung ein für alle Mal getroffen und mich so gut wie möglich ins Unvermeidliche gefügt. Hoffentlich habe ich auch wirklich keinerlei Vorbehalte mehr. Hoffentlich benutze ich auch künftig keinen noch so triftigen Grund mehr als Vorwand, um wieder zur Flasche zu greifen. Weder der Tod eines nahe stehenden Menschen noch das größte Unglück in meinem Leben würden neuerliches Trinken rechtfertigen. Selbst wenn ich auf einer einsamen Insel säße, so wäre das noch lange kein Grund zum Trinken.

Habe ich mich mit dieser Tatsache völlig abgefunden?

MEDITATION

In täglichem Bemühen sollten wir allmählich zu einem unerschütterlichen Glauben an eine höhere Macht gelangen, die uns alle Hilfe zu geben vermag, derer wir bedürfen. Unsere allmorgendliche Stunde der Besinnung lässt uns jeden Tag mit einer Erneuerung unseres Glaubens beginnen, bis dieser schließlich zur festen Gewohnheit wird und uns in Fleisch und Blut übergeht. Wir sollten die stillen Kammern unserer Seele immer mehr mit dem geistigen Rüstzeug unseres Glaubens ausstatten und unser Denken tagtäglich mit dem erfüllen, was harmonisch, gut und schön ist.

GEBET                     

Ich bete, dass ich Gott in meiner Seele eine Heimstatt errichten möge. Ich bitte, dass ich allmählich zu einem unerschütterlichen Glauben gelangen darf.