22. DEZEMBER

Wenn wir auf unsere Trinkerlaufbahn zurückblicken, müssen wir zugeben, dass wir unser Leben verpfuscht hatten, weil wir selbst innerlich verkorkst waren. Das Übel lag hauptsächlich bei uns und nicht so sehr an den Umständen. Das Leben als solches war schon ganz in Ordnung, nur sahen wir es von der falschen Warte aus. Wir betrachteten es durch das Schnapsglas, und deshalb wirkte alles verzerrt. Wir konnten nicht wahrnehmen, wie schön und gut und sinnvoll die Welt doch ist, weil uns alles verschwommen und nebelhaft erschien. Es war, als hockten wir wie blind in einem Glashaus: Alle Welt konnte uns sehen, wir aber nahmen nichts von dem wahr, was da draußen vor sich ging; nichts von dem, was das Leben für andere bedeutete und auch für uns bedeuten sollte.

Sehe ich das Leben jetzt so, wie es wirklich ist?

MEDITATION

Fürchte dich vor nichts Bösem, denn es steht in Gottes Macht, das Böse zu besiegen. Die Gewalt des Bösen kann niemandem ernstlich schaden, solange er sich unter den Schutz der höheren Macht stellt. Das ist nicht gefühlsmäßig bedingt, sondern beruht auf Erfahrung, es ist verbürgte Tatsache. Sage dir deshalb - und sei absolut überzeugt davon -, dass nichts, was von Übel ist, dir ernstlich Schaden zufügen kann, solange du auf Gottes Beistand vertraust. Sei seines Schutzes ganz gewiss!

GEBET 

ich bete, dass ich weder Tod noch Teufel fürchten möge. Ich bitte, dass ich mich heute Gottes Gnade anheim gebe.