24. Mai

Die zweite Entwicklungsstufe bei der Arbeit im 12. Schritt ist das Bekenntnis. Je offener wir selbst Farbe bekennen, desto eher gelingt es uns, unseren neuen Kandidaten zum Reden zu bringen. Er schließt sich uns auf und beichtet womöglich Dinge, die er bisher noch niemandem anvertraut hat. Und nachdem er sich alles von der Seele geredet hat, wird ihm wesentlich wohler in seiner Haut. Ja, eine schwere Last fällt ihm vom Herzen, nachdem diese Dinge endlich ans Tageslicht gelangt sind. Denn gerade die verborgenen Dinge sind es, die so schwer auf uns lasten,

Liegt mir genug am anderen Alkoholiker, um ihm zu einem Bekenntnis zu verhelfen?

MEDITATION

Ich sollte anderen helfen, so viel ich nur kann. Jedem bekümmerten Wesen, das mir über den Weg läuft, muss ich zu helfen trachten. Sobald ich mich ehrlich um solch eine hilfslose Seele bemühe, durchflutet mich ein Strom von Gottes Kraft. Allmählich erweitert sich der Kreis derer, die Hilfe bei mir suchen. Gott jedoch gibt mir entsprechend mehr seelische Nahrung, um sie an andere weiter zu geben. Nie darf ich befürchten, meine Kraft reiche nur für eigene Bedürfnisse aus. Je mehr ich gebe, desto mehr bleibt für mich zurück. Was ich aber geizig für mich behalten will, das geht mir am Ende verloren.

GEBET

Ich bete, dass ich aufrichtig zum Gebet bereit sein möge. Ich bitte, dass ich die gewonnene Kraft nicht für mich allein zurückhalten will.