30. Juli

Der andere Tag, um den wir uns keine Gedanken machen sollten, liegt vor uns. Es ist der morgige Tag mit seinen möglichen Belastungen und Misslichkeiten, mit seinen viel versprechenden Aussichten, vielleicht aber nur bescheidener Erfüllung. Auch auf das Morgen haben wir heute noch keinen Einfluss. Gewiss, die Sonne von morgen wird wird aufgehen - entweder in strahlendem Glanz oder von Wolken verhüllt - aber sie wird aufgehen. Bis sie es tut, gehört uns das Morgen nicht, denn es ist noch nicht geboren.

Mache ich mir immer noch zu viele Gedanken über morgen?

MEDITATION

"Es ist aber der Glaube, eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht". Glauben hießt nicht sehen, sondern vertrauen. Von Anbeginn an hat es zu allen Zeiten Menschen gegeben, die der himmlischen Eingebung gehorchten - nicht weil sie Gott sahen, sondern weil sie an ihn glaubten. Und ihr Glaube wurde belohnt. So wird es auch dir ergehen. Dir wird viel Gutes widerfahren. Du kannst Gott nicht sehen, wohl aber die Früchte des Glaubens, wie er dich nämlich aus deiner Niederlage zum Sieg führt. Gottes Gnade wird allen Gläubigen zuteil - nicht weil sie sehen, sondern weil sie vertrauen. Im Glauben liegt des Lebens Fülle und des Lebens Sieg und Glück.

GEBET

Ich bete, dass mein Glaube stark genug sein möge, um Gott zu vertrauen. Ich bitte, dass ich zufrieden bin mit dem, was mein Glaube bewirkt.