4. Juni

So manches gefällt mir an meiner Enthaltsamkeit: z.B., wie wohl ich mich jetzt allmorgendlich fühle; dass ich all meine Sinne beisammen habe, Freude an meiner Arbeit, Geld in meiner Tasche und keinerlei Gewissensbisse; das Vertrauen meiner Freunde und die Aussicht auf eine glückliche Zukunft; die Schönheit der Natur zu genießen und zu wissen, dass das Leben wieder einen Sinn hat.

All das gefällt mir doch, nicht wahr?

MEDITATION

Dein Leben zu formen bedeutet, das vorhandene Material - dein eigenes Ich - zurecht zu stutzen und zu gestalten, bis etwas Gutes daraus geworden ist - etwas, das die göttliche Inspiration auszudrücken vermag. Alles Materielle ist nur der Stoff, aus dem wir unsere inneren Werte schaffen. Zuerst musst du den Egoismus in deinen Wünschen, Taten und Worten erkennen und dann diese Ichsucht kneten und bearbeiten, bis eine geistige Waffe daraus entstanden ist - eine Waffe für das Gute und zur Bewährung deines eigenen Ichs. Während dieser Arbeit erkennst du immer klarer, was getan werden muss, um dein Leben in ein besseres zu verwandeln.

GEBET

Ich bete, dass ich etwas Gutes und Nützliches aus meinem Leben machen möge. Ich bitte, dass ich nicht entmutigt bin, wenn mir das nur allmählich gelingt.