BESINNUNG  AM 16. TAG

 

Erinnerst du dich an das alte Sprichwort: „Eine Kette ist nicht stär­ker als ihr schwächstes Glied?" Alkoholismus ist das schwache Glied in unserer Lebenskette, und er bringt uns besonders durcheinander, weil er gleich drei schwache Glieder in sich vereinigt. Alkoholis­mus ist eine körperliche, seelisch-geistige und spirituelle Krankheit, und AA bietet uns die besten Genesungschancen.

 

TÄGLICHE  INVENTUR

Gut? Besser? Am besten? Einfach nur Trockenheit oder zufriede­ne Nüchternheit? Was soll es sein? Sollten wir unsere Chancen in AA zunichte machen oder verbessern?

 

ANREGUNG  ZUR  MEDITATION

Wir gesellten uns zu AA, um mit dem Wahnsinn des Alkoholismus Schluß zu machen und ein glückliches, nüchternes Leben zu begin­nen. Wir gaben unsere Krankheit zu und willigten ein, gesund zu werden - nicht halb gesund. Mangelnder Selbsterhaltungstrieb scheint bei AA ein neuartiger Wahnsinn zu sein. Nachdem wir gute Fortschritte mit unserer körperlichen und seelisch-geistigen Gesund­heit gemacht haben, sollten wir uns nicht dagegen sträuben, emotio­nal und spirituell zu wachsen. In Anbetracht dieser Tatsache sollten wir in AA an unserem Reifeprozeß arbeiten.

 

SPIRITUELLER  KONTAKT

Unser Vater, erhalte unsere Wachsamkeit gegenüber der verhäng­nisvollen Natur unserer Krankheit und dem Wahnsinn des Alkoho­lismus. Hilf uns, die schwachen Glieder in unserer Persönlichkeits­kette auszubessern.

 

TÄGLICHE  GESUNDHEITSPRÜFUNG

Achte auf deinen Energiehaushalt. Plane deine Aktivitäten für den Tag. Meide emotionale Erregung. Lege täglich Ruhepausen ein. Rufe dir ins Bewußtsein, daß du nicht nur seelisch-geistig und spirituell, sondern auch körperlich genesen solltest. Körperliche Fitneß trägt zur seelisch-geistigen und spirituellen Genesung bei. Wir müssen unsere Leistungsfähigkeit erhalten, indem wir uns hüten, Gefühle der Schlaffheit und Erschöpfung heraufzubeschwören, denn sie si­gnalisieren uns prompt, daß wir wieder einmal zu extrem waren, daß wir zuviel oder zuwenig des Guten getan haben. Wenn wir uns fit halten, gehen wir zielgerichtet und sorgsam mit unseren Ener­gien um - mit dem Ergebnis einer besseren Gesundheit.