BESINNUNG  AM  4. TAG

 

Hoffnungsvoll und doch voller Zweifel kamen wir in unser erstes AA-Meeting. Dort fanden wir Verständnis und Wohlwollen, aber keinen Seelenfrieden. Denn schließlich hatten wir doch noch „alles im Griff auf dem sinkenden Schiff'. Wir waren vollerAngst vor der Zukunft. Wir sahen, daß AA bei anderen etwas bewirkte, doch un­ser eigener Fall schien hoffnungslos zu sein. Wie sollte das bei uns funktionieren?

 

TÄGLICHE  INVENTUR

Können Einsamkeit und Selbstmitleid den Fortschritt in AA ver­hindern? Wie können wir sie überwinden? Deuten unsere Ängste auf einen Mangel an Glauben hin? Wird AA auch bei uns wirken?

 

ANREGUNG  ZUR  MEDITATION

Einsamkeit gibt uns einen starken Anreiz zum Trinken. AA rückt der Einsamkeit durch Freundschaft zu Leibe. Es liegt jedoch an uns, Beziehungen zu AA-Freunden zu pflegen. Schüchternheit ist hier fehl am Platze, denn sie blockiert unsere Teilnahme am Leben in den Zwölf Schritten. Sie deutet auf einen Mangel an Gottvertrauen hin und ist eine Erscheinungsform der Angst. Wir brauchen morali­sche Ermutigung, um AA zu leben, um uns nämlich auf den Beifah­rersitz zu bequemen und endlich Gott - wie wir Ihn verstehen - ans Steuer zu lassen, wodurch Selbstmitleid und Ängste dahinwelken und absterben. Es braucht auch Mut, einem anderen Trinker ins Ge­sicht zu schauen. AA wirkt, wenn wir die richtige Art von Mut wäh­len, nämlich Demut statt Übermut.

 

SPIRITUELLER  KONTAKT

Unser Vater, wir beten für das Vertrauen und den spirituellen Mut, unseren Problemen ins Auge zu sehen. Schenke uns die Weisheit, beim Wiederaufbau unseres Lebens unsere Schwächen und Stärken zu erkennen.

 

TÄGLICHE  GESUNDHEITSPRÜFUNG

Alkoholiker leiden an ernährungsbedingten Störungen, weil sie sich etwa ein Drittel ihrer Kalorien durch Alkohol zugeführt haben, der kein Protein und keine Vitamine oder Minerale enthält. Der Genesungsweg von AA bietet uns die Gelegenheit, diese Defizite durch täglich-regelmäßige, ausgewogene Ernährung auszugleichen, die unseren körperlichen Bedürfnissen und unserem Wohlbefinden gerecht wird.