11. März 

Du bist nur so krank wie deine Geheimnisse. (Kay B.) 

Denken heißt: entdecken, was sich im Kopf abspielt. Sich mitteilen heißt: entdecken, was sich im Herzen regt. Eigentlich wissen wir oft nicht genau, was wir denken und fühlen, ehe wir es nicht gegenüber einem anderen aussprechen. Erst durch diese geheimnisvolle, subtile, mächtige Handlung: diese Äußerung über uns selbst, können wir den Mut aufbringen, unsere Ängste anzugehen und abzustreifen. Indem wir andere um Unterstützung bitten und sie auch erhalten, sind wir fähig, Vertrauen zu haben und uns gestärkt im Licht zu erheben, wie alle andere göttlichen Kreaturen. 

Unsere Freunde in der Gruppe können nicht wissen, was wir ihnen nicht sagen. Sie können nicht Gedanken lesen. Und sie verdienen auch nicht unsere Abneigung und unseren Groll, wenn sie nicht auf ein Problem reagieren, an dem wir sie gar nicht teilhaben lassen. „Warum sehen sie das denn nicht?“ jammert vielleicht unsere innere Stimme. „Ich habe doch vielen dieser Menschen geholfen, als sie in Not waren. Jetzt lassen sie mich geradewegs verbluten. Muss ich denn erst sterben, ehe jemand von mir Notiz nimmt?“ 

Nein. Wahrscheinlich müssen wir ihnen nur von uns erzählen. Wenn wir sie wissen lassen, was mit uns geschieht, werden wir erstaunt sein, dass sie die ganze Zeit schon für uns da waren. 

Heute will ich all die Gründe hinterfragen, die mich davon abhielten, einem anderen mein Herz zu öffnen. Ich will der Bereitschaft, mich mitzuteilen: und damit mir selbst, eine Chance geben.