12. Januar 

Nie wurde jemand verändert durch das, was ich sagte; aber durch das, was er verstand. (Paul P.) 

Wie oft haben wir all unsere Kraft aufgewendet, um jemanden, der uns nahe steht, zu verändern? Waren wir nicht schon wie besessen, als wir suchten, den geliebten Menschen dazu zu bringen, dass er doch endlich klar sehen möge? Wie hilflos waren wir gegenüber destruktiven Verhaltensmustern – die wir vielleicht aus eigener Erfahrung sehr wohl kannten -, wenn sie einem lieben Freund schlimmen Schmerz bereiteten? 

Jeder von uns hat derartige Situationen miterlebt. 

Wir würden alles tun, um die Menschen, die wir lieben, vor Unheil zu bewahren. In unserer Verzweiflung glauben wir, dass das richtige Wort aus unserem Mund, auf die richtige Weise eingesetzt, vom anderen verstanden wird. 

Sobald dann sich etwas ändert, glauben wir, dass unsere Mühe sich gelohnt hat und Früchte trägt. 

Wenn alles beim alten bleibt, scheint es, als wäre alles umsonst gewesen. Aber weder das eine noch das andere ist wahr. Selbst unsere größten Anstrengungen besitzen nicht die Macht, jemanden zu verändern. Wir tragen dafür auch gar nicht die Verantwortung. Menschen können nur überzeugt werden durch das, was sie verstehen. Und wie wir fassen sie eine tiefere Wahrheit nur dann, wenn ihre Zeit für inneres Wachstum, ihre Bereitschaft für mehr Wissen gereift ist. Nicht vorher. 

Heute will ich mich darauf konzentrieren, den inneren Wandel zu erfahren – und jene, die ich liebe, der Höheren Macht anzuvertrauen, von der sie mit mehr Liebe beschenkt werden, als ich sie zu geben vermag.