12. September 

Ein Irrtum, mit Würde zugegeben, ist ein errungener Sieg. (Caroline Gascoigne) 

Nicht nur ist Irren menschlich, es ist unvermeidlich. Es gibt keinen vollkommenen Menschen – aber es gibt Menschen, die aus ihren Fehlern lernen. Zum größten Teil entwickeln wir uns aufgrund der Fehler weiter, die wir gemacht haben – nicht trotz ihrer. 

Wir, mit unschönen Kindheitserlebnissen beladen, neigen dazu, unsere Fehler hinter Selbsttäuschungen und Verleugnungen zu verstecken. Anstatt uns mit diesem menschlichsten aller Wesenszüge zu identifizieren, haben wir eine Mensche Schwierigkeiten, uns selbst die wie bei jedem anderen vorhandenen Schwächen zu gestatten. Warum? Weil wir immer noch versuchen, uns vor gefährlichen Situationen zu bewahren – vor Situationen, die meistens gar nicht mehr existieren. 

Besonders für uns bedeutet das würdevolle Eingeständnis eines Irrtums einen Sieg auf höchster Ebene. Nicht nur ist das eine reife, vernünftige Handlung – es ist ein weiterer, riesiger Schritt weg von der erniedrigenden Fessel der Vergangenheit. 

Ich will meine Fehler zugeben, wenn sie mir unterlaufen, und mich bemühen, herauszufinden, was ich aus ihnen lernen kann.