13. September

Ich bat Gott um meine Augen und Ohren. (Eleanor K.) 

Es ist möglich, dass wir Millionen für wohltätige Zwecke spenden und doch keine Nächstenliebe empfinden. Es ist möglich, dass wir alle Gedichte in der Bibliothek lesen und nicht fähig sein, einen einzigen poetischen Gedanken zu würdigen. Es ist möglich, dass wir alle großen Gemälde der Welt betrachten und doch keine Schönheit entdecken. 

Wenn unser Leben von emotionaler und spiritueller Armut bestimmt wird, liegt das Problem nicht dort draußen, sondern hier drinnen. Früher erlittene Verluste dafür verantwortlich zu machen, führt zu nichts.  Viele begünstigte Menschen sitzen im gleichen Boot wie wir. Und viele frohe Seelen, mit entsetzlichen Nachteilen belastet, die wir niemals eintauschen würden, stoßen auf wunderbare, entzückende Dinge, wohin sie auch schauen. 

Worin liegt der Unterschied? Die Welt, in der sie leben, ist dieselbe wie unsere, und doch nehmen sie anders an ihr teil. Sie haben aufgehört, nur darauf zu hoffen, ein schönes Lied zu hören, und haben angefangen, selbst eines anzustimmen. Sie gehen mit ihrer eigenen Besonderheit richtig um, die sie wiederum verbindet mit all den Besonderheiten anderer Menschen. Wir besitzen schon alles, was wir brauchen, um froh zu sein. Die Qualität dessen, was zwischen der Welt und uns geschieht, hängt ab von der Entwicklung in unserem Innern. 

Heute bitte ich meine Höhere Macht um ein sicheres Gefühl für meine eigene Besonderheit.