15. August 

Wenn die Ebbe den niedrigsten Stand erreicht hat, beginnt die Flut. (Henry Wadsworth Longfellow) 

Manchmal müssen unsere Beziehungen sich verschlechtern, ehe sie besser werden können. Manchmal kann der Kummer in einer Beziehung tatsächlich darauf hindeuten, dass wir etwas Richtiges tun – zum ersten Mal vielleicht. 

Viele, die das Kind in sich nicht kennen, wachsen mit einigen unnatürlichen Gewohnheiten und Verhaltensmustern auf, die, mit der Zeit, als „normal“ empfunden werden. Oft werden wir uns nicht bewusst, dass diese Muster schädlich sind, bis wir einwilligen in den Prozess innerer Heilung. Und dann sind diese Verhaltensweise schon ganz und gar verwoben mit den Beziehungen, die wir als Erwachsene führen. Wenn wir beginnen, unser Verhalten zu ändern, so ändern wir auch die ursprünglichen Grundregeln der Beziehung Im Maß, wie wir anfangen, anderes zu denken und zu handeln, stoßen wir unsere Partner genauso zwangsläufig vor den Kopf, als wenn wir inmitten eines Walzers plötzlich einen Tango tanzten. 

Einige Beziehungen überleben den Wandel nicht. Viele aber werden gerettet, weil der Partner auf dem Weg zur Heilung den Mut hatte, die Musik zu wechseln und nicht abzulassen von den neuen Schritten – bis der Gleichgewichtszustand wieder gewonnen werden konnte. 

Ich habe Vertrauen in die neue Richtung, die ich einschlage. Ich glaube, dass auf lange Sicht alles gut für mich und meinen Partner ausgehen wird.