16. Februar 

Ich verbrachte mein ganzes Leben mit dem Gedanken, dass ich eine Ausnahme sei. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass jeder andere mir so sehr ähnelt. (Teresa P.) 

Manchmal klingen die Diskussionen bei unseren Gruppentreffen ziemlich seltsam. Man bekommt zu hören, dass jeder in dieser Welt ganz klar „zu den anderen“ oder „zu uns“ zu gehören scheint. Die anderen sind immer anders als wir. Manchmal sind sie gesund und wir krank. Und manchmal verhält es sich gerade umgekehrt: Sie sind nicht so sensibel, so wertvoll, so intelligent wie wir. Schließlich arbeiten sie nicht mit Hilfe eines Programms an sich selbst, was bedeutet, dass sie nicht unsere Worte benutzen oder das gleiche denken wie wir. 

Was tun wir eigentlich, wenn wir uns in eine solche zweifelhafte, abgesonderte Position hineinreden? Macht es Sinn, zwischen uns und dem Rest der menschlichen Rasse eine Grenzlinie zu ziehen? Tatsächlich ist die Idee von der totalen Verschiedenheit zwischen uns ein Gerücht. Trotz der Unterschiede in spezifischen Einzelaspekten sind wir einander eher ähnlich als unähnlich: Wir brauchen Liebe und Unterstützung, wir fühlen uns einsam und ängstlich, und wir sehnen uns nach der Freundschaft jener, mit denen wir geistig verbunden sind. Wir alle bluten, wenn wir tief verletzt werden. 

Heute will ich in meinem Herzen forschen, ob es Anzeichen dafür gibt, dass ich mir etwas einbilde auf meinen Schmerz. Ich will mich daran erinnern, dass alle Menschen an Schmerz leiden und also Mitgefühl verdienen – genauso wie ich selbst!