16. August

Ich habe  bis jetzt noch nicht gewonnen, aber ich habe auch noch nicht verloren. (Dennis C.) 

Im amerikanischen Sport gibt es eine Redensart, die gerne benutzt wird und die in etwa so lautet: „Nichts ist verloren, wenn man niedergeschlagen wird – sondern erst, wenn man am Boden liegen bleibt.“ 

Im Leben wie im Sport macht diese Haltung großen Sinn. Wie: „Lass los, lass Gott die Dinge tun“ oder „Fang bei dir selbst an“ erinnert uns dieser Ausspruch an ein wichtiges Prinzip, das ihm zugrunde liegt. In diesem Fall lautet es: Kämpfe sind keine Kriege, sondern eher eine Serie von Aktionen. Niemand gewinnt jedes Mal – und kann das auch nicht erwarten. Einige Kämpfe sind es überhaupt nicht wert, dass man sich ihnen stellt. 

Einen Kampf zu führen ist nicht die Hölle – unsere unrealistischen Erwartungen sind es. Wenn wir gegen eine alte Einstellung oder Verhaltensweise zum Schlag ausholen, müssen wir erkennen, dass wir dazu einen langen Atem brauchen. Wenn eine bestimmte Seite an uns selbst der Feind ist, so haben wir es mit einem gewaltigen Gegner zu tun, der nicht schnell aufgeben wird. Wir müssen mit vielen Kämpfen rechnen – und mit nicht wenigen Niederlagen. Gewinner ist der, der am längsten durchhält. 

Nur durch die unaufhörliche Anstrengung wird der Krieg gewonnen; wir können nicht verlieren, wenn wir nicht aufgeben. 

Heute bitte ich angesichts vieler Niederlagen um Beharrlichkeit. Ich bitte meine Höhere Macht, dass sie mir mut schenkt, weiter zu machen.