17. November 

Eine Entschuldigung ist eine vorsichtige Lüge. (Jonathan Swift) 

Die Selbsttäuschung ist die Binde um unsere Augen, die wir zu unserer eigenen Exekution tragen. Es kann sein, dass wir zu viel Zeit unseres Lebens damit verbringen, unverantwortliches Verhalten rational zu rechtfertigen und Ausflüchte zu machen. Für einige von uns ist die Selbsttäuschung zur Gewohnheit geworden. Entschuldigungen abzugeben für negative Verhaltensweisen hat sich zu oft schon als unsere zweite Natur erwiesen. 

Wie ein abgenutztes Geldstück wird die Selbsttäuschung immer wieder zum Vorschein kommen. Wir müssen darauf Acht geben, auf der Hut sein vor Gedanken wie diesen: „Mag sein, dass ich nur zur Flasche griff wegen all der Probleme, die ich damals hatte. Diese Probleme sind jetzt vorbei. Ich wette, ich könnte ruhig wieder einen Schluck zu mir nehmen.“ Oder wie steht es damit: „Wir haben uns beide geändert. Vielleicht war ich zu hart mit ihm. Er wird mich diesmal bestimmt nicht mehr schlecht behandeln. Ich glaube, ich habe gelernt, besser mit ihm umzugehen.“ 

Die Blindheit durch Selbsttäuschung hat uns schon zu viel gekostet. Wir müssen vorsichtig sein. Je mehr wir üben, gesunde Entscheidungen zu treffen, desto mehr lernen wir, unserer Intuition zu vertrauen. Risiken auf uns zu nehmen und destruktive Beziehungen und Verhaltensmuster hinter uns zu lassen. Alles, was wir zu verlieren haben, sind schlechte Angewohnheiten. 

Ich kann mich schützen vor Selbsttäuschung und ehrlich sein zu mir selbst und anderen.