19. Juli 

Wenn ich in Bewegung bin, ist Gott bei mir. (Ross B.) 

Das Wort „Gott“ ist viel mehr ein Verb als ein Substantiv. Verben sind Wörter, die ein Tun anzeigen. Sie bezeichnen eine Energie, eine Bewegung, ein Ereignis. Substantive sind fest, statisch, sie bewegen sich nicht. Gott ist mehr eine Kraft als ein Monument. An Gott zu denken im Sinne eines Verbs verheißt die Entdeckung einer bedeutsamen Dimension in der Beziehung zu ihm. Die Ausdrücke „dort oben“ oder „hier unten“ erzählen in gar keiner Weise die ganze Geschichte dessen, was zwischen uns und der Höheren Macht passiert. 

Während wir unterwegs sind zu uns selbst, bewegt sich die Höhere Macht immer mit uns. Das ist die Energie, die uns begleitet von dort, wo wir uns befinden, dorthin, wohin wir gehen, von dem, was ist, zu jenem, was sein kann, vom Guten zum Besseren, vom Besseren zum Besten. 

Unser Leben ist ein ständiger Prozess, eine fortlaufende Bewegung und Veränderung. Wenn wir auf diese Weise unsere Höhere Macht zu sehen beginnen, erkennen wir die Kraft hinter unserer Kraft und den Gedanken hinter unserem Gedanken. Gott ist der Lebenssaft, die Energie, die uns vom Nichtsein ins Sein bewegt. 

Wir sind nicht allein auf unserem Weg. 

Heute will ich meditieren über den Unterschied zwischen dem Gott, den ich kannte als Kind, und dem Gott, den ich nun entdecke. Ich will für meine Reife dankbar sein.