2. September 

Alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden. (Jesaja 40,4) 

Der Prozess der Selbstfindung kann mit der Besteigung eines Hügels verglichen werden. Und wie bei allen Fertigkeiten ist es auch hier so, dass wir besser werden, je mehr wir üben. Im Verlauf dieses Prozesses kommt eine Zeit, da wir einen Hügel erblicken, der uns früher im Innern hätte erbeben lassen oder überhaupt zur Aufgabe gezwungen hätte. Aber indem wir jene Fähigkeiten anwenden, die wir uns durch die Arbeit an einem vernünftigen und konsequenten Programm angeeignet haben, können wir ihn spielend leicht erklimmen. 

Als wir mit dem Programm begannen, wurden wir gefragt, ob wir bereit sind, alles zu tun, um uns von den inneren Zwängen zu befreien. Im Maß, wie wir uns entfalteten und ein positives Verhalten förderten, wurden allerlei Dinge möglich, die zu einem früheren Zeitpunkt undenkbar gewesen Wären. Im Rahmen des Programms sagt man uns oft, dass „die beste Art, einen Elefanten zu verspeisen, darin besteht, einfach jeweils nur einen Bissen zu sich zu nehmen“. Wir müssen nicht alles auf einmal machen. Jede Form innerer Heilung erfolgt Schritt für Schritt. 

Jetzt können wir auf den Hügel vor uns schauen und ihn einfach annehmen als ein weiteres Hindernis, das überwunden werden muss – und nicht als einen riesigen Berg. 

Ich bin erstaunt und ermutigt angesichts der Fortschritte, die ich bereits erzielt habe. Die Herausforderungen des heutigen Tages schüchtern mich nicht ein.