20. April 

Manchmal lasse ich mich durch Narren tief beeindrucken. (Kelly Q.) 

Der Mann, der diesen denkwürdigen Satz aussprach, hatte einmal geglaubt, er könne besser mit sich selbst zurechtkommen, wenn er mehr besitzen würde. Er gehört auch zu jenen, die ihre Kindheit nie richtig ausagieren durften, und so lebte er beständig im Gefühl, etwas verpasst zu haben. Irgendwie kam er auf die Idee, er könnte wirklich Frieden finden durch immer neue Anschaffungen. Er fing also an, Dinge zu sammeln: Boote, kostspielige neue Autos, elegante Kleidung und so fort. Seine Vorbilder waren Menschen, die all jene Spielzeuge besaßen, die er jetzt anhäufte. Er hörte ihnen zu, war mit ihnen unterwegs und ahmte sie in ihrem Verhalten nach. Sie waren seine Helden.  

Glücklicherweise brauchte er nicht all zu lang, um die Wahrheit herauszufinden. Als er diese Menschen kennen gelernt hatte, sah er, dass sie durch das, was ihnen gehörte, keineswegs glücklicher waren. Der eine oder andere unter ihnen war mit sich zufrieden, aber dieses Gefühl kam nicht durch Besitz. Er begriff, dass alle anderen Narren glichen, die gedankenlos nach Freude und Erfüllung außerhalb ihrer selbst suchten. 

Das Experiment „Selbstfindung durch Anschaffung“ war für diesen Mann nur ein kleiner Umweg, und er ist zurückgekehrt auf den Weg, der zu gesundem Denken führt. 

Er ist kein Narr. 

Heute danke ich Gott für Frieden und Glück und vergesse nicht, dass diese Reichtümer in mir sind, nicht außerhalb meiner selbst.