21. November 

Sie sind gut, sie sind schlecht,
Sie sind schwach, sie sind stark,
Sie sind weise, sie sind töricht -
Und so bin ich.
(Sam Walters Foss) 

Wir sind voneinander gar nicht so verschieden, wie wir manchmal denken. Eigentlich hat fest jeder auf die eine oder andere Weise mit seinen Kindheitsproblemen zu tun. Die „anderen“, gegen die wir uns oft in Stellung bringen, jene Menschen, die als normal gelten und die wir sowohl bewundern wie auch beneiden, sind in Wirklichkeit wir selbst. Wissen wir mehr als sie? Sind sie gesünder als wir? Sind sie besser? Wer hat mehr verdient – sie? Oder wir? Es gibt auf solche Fragen keine richtigen Antworten. 

In bestimmten Situationen waren wir alle gut und schlecht, schwach und stark, weise und töricht. Unzählige Situationen haben innerhalb der Familien – selbst wenn kein Alkohol im Spiel war – schwere emotionale Verwüstungen angerichtet. Die Kinder in solchen Elternhäusern wuchsen genauso unausgeglichen auf wie wir. Auch sie haben ihre Geschichte, ihre Narben und ihre tapferen Hoffnungen. Sie versuchen sich und scheitern, und versuchen es noch einmal – genau wie wir. Sie sind genauso unvollkommen, wie wir es sind – und genauso wunderbar. 

Im Maß, wie ich meine Perspektiven zurückgewinne, empfinde ich mich auf neue Weise eins mit der übrigen Menschheit.