22. August 

Das Klügste, was ich je von mir gab, war: „Hilf mir!“ (Dorrie T.) 

Wie schwer wir uns doch tun mit dem Eingeständnis, dass wir Hilfe brauchen! Wie es uns gegen den Strich geht, zuzugeben, dass wir etwas benötigen. Aber „Hilf mir“ ist die Lösung, die das Tor zur Heilung öffnet. 

Wenn wir diese Wörter aussprechen gegenüber unserer Höheren Macht, dem Ehepartner oder Freund, geben wir damit wirklich die Bereitschaft kund, ehrlich zu sein. Für einige von uns ist das vielleicht die erste aufrichtige persönliche Erklärung, die wir seit vielen Jahren abgegeben haben. 

Wenn wir andere um Hilfe bitten, damit wir lernen können, frei zu sein, unsere Illusionen zu thematisieren, unsere Zwänge loszuwerden, bitten wir sie um Beistand, dass wir die Dinge klar erkennen können. Nur das Licht, das von der Aufrichtigkeit ausgeht, kann uns die heimliche Unreife, die charakterlichen Mängel, die uns behindern, offenbaren. Kindische Temperamentsausbrüche, kaschiert als scheinbar berechtigte Empörung, müssen als das erkannt werden, was sie sind. Die Unfähigkeit, Liebe zu empfangen, darf nicht unter dem Deckmantel der Erfahrenheit und Klugheit verborgen werden. Sind wir zu beherrscht, um ergriffen zu werden, zu ängstlich, um ehrlich zu sein? 

Einige Probleme sind einfach zu schwierig, als dass wir sie ohne eine kleine Hilfestellung unserer Freunde lösen könnten. 

Heute will ich der inneren Freiheit dadurch näher kommen, dass ich jemanden, der aufrichtig ist, bitte, mir beizustehen, dass auch ich aufrichtig bin.