23. November 

Die innere Heilung ist eine Art Bürgerkrieg, aber es ist ein Krieg, der gewonnen werden kann. (Schwester Imelda) 

Wie oft hören wir Leute sagen: „Sicher, es wäre richtig, das zu tun – doch das ist leichter gesagt als getan“! Aber „es“ – was auch immer „es“ für jeden bedeutet – ist auch leichter getan als nicht getan. Wie schwer es sein mag, den Willen und das eigene Verhalten auf den Prozess der inneren Heilung zu richten: Es ist viel schlimmer, an sich selbst vorbei zu leben und die inneren Ziele zu verfehlen. Letzten Endes ist jeder Preis, den wir für diese Heilung bezahlen, viel niedriger als die Kosten, die dann entstehen, wenn wir alles bisher Erreichte aufgeben. 

Einige tun sich sehr schwer damit, einen anderen anzurufen. Andere sind zu Tode erschreckt, wenn sie bei Gruppentreffen sprechen, mit Freunden sich unterhalten oder zugeben sollen, dass sie Gefühle haben. Aber die andere Alternative ist ganz einfach zu schmerzlich gewesen. Was immer wir zu tun haben, ist der Mühe wert. Die Gewinne sind immens. Wie viele von uns empfanden nicht diese gewaltige Woge des Selbstvertrauens und des Glücks, als wir doch das eine Treffen besuchten, von dem wir uns gefürchtet hatten? Wie oft haben wir nicht gefühlt, wir könnten die Welt umarmen, als wir unseren Standpunkt behaupteten und sahen, dass wir daran nicht gestorben sind? Die Belohnung besteht darin, dass wir lernen, uns selbst mehr zu mögen – und sie ist so gut, wie sie eben sein wird. 

Heute will ich sicherstellen, dass ich die Vorteile im Prozess der Selbstfindung nicht vergesse – und dass ich nicht nur die Opfer in Betracht ziehe.