24. November 

Wenn wir Gott verlieren, dann ist Gott selbst nicht verloren. (Anonym) 

Jedem von uns kann es ab und zu passieren, dass er in die Falle tappt, mit Gott ein Abkommen treffen zu wollen. Dahinter scheint der Gedanke zu stecken, dass, wenn man mit Gott ein solches Abkommen zu schließen imstande ist, man auch das Resultat in der Hand hat, über das Gott allein zu bestimmen scheint. 

Wir können mit Gott nicht so verfahren – nicht, weil er derart unerbittlich wäre, sondern weil wir mit Gott nicht zu handeln brauchen. Der Nutzen, um den wir zu feilschen versuchen, existiert schon als etwas Wertvolles im Geiste Gottes. Und wir brauchen nicht zu verhandeln wegen der Vorteile für andere, weil Gott diese Menschen bereits liebt und nur das Gute für sie vorsieht. 

Dennoch hören wir manchmal uns selbst oder andere so etwas sagen wie: „Warum zeigt Gott sich mir nicht? Jede Woche spende ich Geld, und ich bin meinen Nächsten und meinen Freunden behilflich. Ich melde mich freiwillig für gute Zwecke. Und doch fühle ich mich unsicher und ängstlich. Warum antwortet Gott nicht auf meine Gebete?“

Vielleicht besteht die Aufgabe darin, Gott nicht zu überrollen mit all unseren Bemühungen, sondern still zu lauschen und zu sehen, dass die Gabe schon die ganze Zeit vor unserer Türe lag. Wir waren einfach zu beschäftigt, um sie aufzuheben. 

Heute will ich offen sein für neue Einsichten über Gott, wie ich ihn verstehe.