24. Februar 

Manchmal muss es erst noch schlechter werden, ehe es besser werden kann. (Joe B.) 

Wie sehr wir doch Schmerz verabscheuen! Geht es nicht jedem so? Und es stimmt einfach nicht, dass Schmerz „adelt“ oder auf irgendeine andere geheimnisvolle Art „gut für dich“ ist. Die einzigen Menschen, die das behaupten, sind solche, die bisher ohne viel Schmerz durchgekommen sind. Aber manchmal muss es erst noch schlechter – schmerzhafter – werden, ehe es besser werden kann. 

Der innere Konflikt, wenn wir anfangen, zu uns selbst zu kommen, ist schmerzlich. Immerhin haben wir über viele Jahre nach gewissen Ordnungen gelebt. Und diese erhalten und erneuern sich von selbst – sie streben nach innerer Stabilität. Funken sprühen, wenn wir in dieses feste System eindringen und beginnen, die Regeln zu ändern. Es kommt immer zur Konfrontation, wenn wir agieren anstatt reagieren. Und Konfrontation bedeutet Herausforderung. Im Zentrum eines Konflikts, einer starken Verwirrung, kann der Schmerz fast unerträglich werden, wenn wir weitergehen. Es wäre so einfach, das Handtuch zu werfen, aufzugeben. Aber manchmal gibt es einfach keinen Ausweg für uns – wir müssen durch alle Beschwernisse hindurch. Wenn wir den richtigen Pfad finden, ist die Belohnung groß. Wir zehren davon ein Leben lang. 

Heute erbitte ich den Mut, unbeirrt fortzufahren. Wenn ich den Schmerz nicht vermeiden kann, so will ich ihn jetzt annehmen, mit ihm zurechtkommen und ihn hinter mir lassen.