24. Juni 

Sich selbst vertrauen heißt: voller Vertrauen handeln. (Bernard Bynion) 

„Selbstvertrauen“ ist ein wunderbares Wort, das eine wahrhaft wunderbare innere Qualität bezeichnet. Es stammt aus dem Althochdeutschen, wo das Verb „truwen“ soviel bedeutet wie „fest werden“ und im Sinne von „glauben, hoffen, zutrauen“ benutzt wird. Wenn wir Zuversicht und Überzeugungskraft besitzen im Hinblick auf das, was wir tun, haben wir das Vertrauen, dass wir es gut machen werden. Wir sind selbstsicher. 

Obwohl wir, von Problemen aus der Kindheit immer wieder heimgesucht, uns selbst ganz und gar nicht als personifiziertes Selbstvertrauen betrachten mögen, sind wir doch in Wahrheit in vielen Dingen ganz sicher. Vielleicht gehört dazu ein geschickter Aufschlag im Tennis oder ein bestimmtes Kochrezept, das niemals schief geht, vielleicht auch unsere Fähigkeit, einen platten Reifen in fünf Minuten auszuwechseln oder unser Konto nie zu überziehen. Wir mögen unseren eigenen Sachverstand nicht anerkennen oder nicht zulassen, dass ihm ein Wert beigemessen wird, aber wir alle vertrauen auf wenigsten einige unserer Fähigkeiten. 

Im Maße, wie wir zu uns finden, lernen wir allmählich, den Selbstzweifel und die zögerliche Haltung zu ersetzen durch ein stärker werdendes Gefühl von Selbstvertrauen – nicht nur auf dem einen oder anderen Gebiet, sondern zu uns selbst. Indem wir zuversichtlich handeln, bereiten wir uns selbst darauf vor, die Gabe des Vertrauens zu empfangen. 

Ich vertraue darauf, dass ich durch die Arbeit an meinem Programm eines Tages selbstsicher werde.