26. Oktober 

Wir bestreiten unseren Lebensunterhalt durch das, was wir einnehmen. Wir gestalten unser Leben durch das, was wir geben. (Paula L.) 

Viele von uns denken und haben auch das Gefühl, nichts geben zu können. Die Vorstellung, die wir von uns selbst haben, ist derart verhaftet mit der geringen Selbstachtung, dass wir uns eher vor anderen verstecken, als sie ausfindig zu machen, eher unsere Ideen unterdrücken, als sie auszudrücken, und unsere eigene Erfahrung abzuwerten, als sei sie es nicht wert, dass ein anderer sich für sie interessiert und Nutzen aus ihr zieht. 

Aber die Qualität unseres Lebens wird bestimmt durch das, was wir anderen schenken. Und wir haben wirklich Dinge zu geben: Geschenke, über die kein anderer verfügt. Wer begreift die zwingende Macht des unbegründeten Schamgefühls besser als wir? Wer kann mit mehr Mitgefühl Neulinge erreiche, die überzeugt davon sind, bis in die Grundfeste ihres Innern erschüttert zu sein? Wir sind imstande, das Pech in unseren missglückten Beziehungen in Gold zu verwandeln, indem wir jenen zur Seite stehen, die noch nicht – wie wir – gelernt haben, wie man den Teufelskreis der sich wechselseitig bewirkenden Missgeschicke durchbricht. Wir sind in Sicherheit; das wissen wir. 

Unsere Gaben sind so wertvoll, dass sie unbezahlbar sind. Wenn wir bereit werden, sie zu verschenken, können wir die Welt verändern. 

Heute will ich stolz und sicher auftreten – wie einer, der Reichtümer verteilt.