26. Mai 

Das Schicksal entscheidet, wer unsere Verwandten sind. Wir entscheiden, wer unser Freund ist. (Jaques Bossuet) 

Sich mit den Problemen der eigenen Familie auseinander zu setzen, ist oft sehr schmerzlich für Menschen, die in ihrer Kindheit unglücklich waren und nun dabei sind, das zu erkennen und zu sich selbst zu finden. Wir alle wollen angenommen und geliebt werden von unseren leiblichen Eltern. Einige unserer tiefsten Wünsche und Lieblingsphantasien offenbaren, wie wir uns selbst sehen als geliebte und liebende Mitglieder eines irgendwie gesunden, heilen, das ganze Land umfassenden Familiensystems. All zu oft war das und ist das nicht der Fall. Wenn wir diese Tatsache akzeptieren müssen – nun, so soll es eben sein. 

Es ist an der Zeit, dass wir erkennen sollten, dass unsere wahren Familien aus den Menschen bestehen, die uns lieben, ob sie nun Verwandte sind oder nicht. Anstatt zu trauern um das, was wir im Zusammensein mit der eigenen Familie nicht finden, haben wir die Möglichkeit, uns mit der geistigen intakten „Familie“ derer zu verbinden, die von uns erwarten – und das auch brauche -, dass wir mit ihnen gemeinsam das Leben feiern. Im Rahmen des Programms gibt es viele Menschen, die uns liebe, wenn wir sie nur lassen. 

Keiner, der sich auf den Weg zu sich selbst gemacht hat, braucht je ohne eine Familie zu sein. Die Herzen der Menschen sind tiefer miteinander verbunden als ihre Gene. 

Heute bin ich dankbar für die heilsame Gegenwart meiner Freunde.