27. November 

Von nun an bitt´ ich nicht um Glück -
Ich selbst bin dieses Glück.
(Walt Whitman) 

Da wir früh und schnell erwachsen werden mussten, übernahmen viele von uns die Funktion von „Eltern“ für unsere Eltern. Wir betrachteten unser eigenes Überleben als abhängig von dem Schutz und der Fürsorge, die wir jedem anderen in unserer Umgebung zuteil werden ließen. In unserem verzweifelten Versuch, „kleine Erwachsene“ darzustellen, versäumten wir es, kleine Kinder zu sein. Aber wer sagt, dass dieses Verhältnis nicht umgedreht werden kann? 

Nun, da wir Erwachsene sind, müssen wir vielleicht darum kämpfen, das Spielen zu erlernen. Obwohl es zu spät ist, mit Puppen zu spielen oder im Hof eine Zirkusvorstellung zu veranstalten, ist es doch niemals zu spät, an einem schönen Tag Drachen steigen zu lassen, Muscheln zu sammeln, ein ausgiebiges Schaumbad zu nehmen oder auf einer decke im Park zu liegen und nach Wolkenbildern Ausschau zu halten. Es ist nicht zu spät, das verletzte Kind im Innern bewusst einzuladen, uns bei den Abenteuern, die wir vorhaben, zu begleiten. 

Sag deinem Kind, dass es in Zukunft immer frei hat, dass du jetzt der Elternteil sein wirst – und dass niemand je diese guten Zeiten sich träumen ließ, die ihr beide in Zukunft miteinander verbringen werdet! 

Ich kann ungehindert Freude und Lachen empfinden. Heute werde ich sie an meinen Orten ausfindig machen.