29. März 

Die Gier nach Macht, nach der Beherrschung anderer, bringt das Herz mehr in Aufruhr als jede andere Leidenschaft. (Tacitus) 

Wir wissen, dass Mary John liebt, weil sie sich so viele Sorgen um ihn macht und weil sie sich so um ihn kümmert. Sie ahnt jeden seiner Wünsche, verschont ihn vor jeder Unannehmlichkeit und verbindet seine Wunden, bevor er überhaupt weiß, dass er verletzt ist. Johns Leben zu führen, füllt in der Tat Marys ganze Zeit aus. Sie arbeitet dabei hart und kann kaum noch etwas anderes tun. 

Meistens ist Mary zufrieden mit den Entscheidungen, die sie in ihrem Leben getroffen hat. Sie ist stolz auf Ordnung und Tüchtigkeit, die ihren Haushalt regieren. Mary mag nicht untätig herumsitzen, und sie mag keine unklaren Situationen – in ihrer Welt gibt es auch keine. John scheint heute glücklicher zu sein als früher, bevor Mary sein seiner annahm. Bis sie ihn davon überzeugen konnte, einfach sich zurückzulehnen und die Dinge leichter zu nehmen, war er wohl seltsam abgeneigt und ärgerte sich über jedes kleine Detail ihres Organisationsplanes. Aber er kam darüber hinweg. Jetzt döst er oft vor dem Fernseher ein, während Mary ihre Listen abhakt. 

Friede um jeden Preis ist kein wahrer Friede. Dieser stellt sich erst dadurch ein, dass wir Entscheidungen treffen, die mehr Leben erzeugen, nicht weniger. 

Heute will ich meine Entscheidungen prüfen, um sicherzustellen, dass ich nicht Willfährigkeit gegen Integrität eingetauscht habe.