3. März 

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen ... (Römer 8,28) 

Manchmal fällt es sehr schwer zu glauben, dass Gott weiß, was er tut. Man sagt uns, wir sollen nicht mehr versuchen, alles zu kontrollieren – und wir tun das, was uns gesagt wird. Wir folgen der Maxime: „Suche inneren Abstand“, wir übergeben unseren Willen. Wir lösen unseren Griff von Menschen, Orten und Dingen. So sehr wir uns auch an all das klammern wollen – wir zwingen ns dazu, Gott die Geschäfte der Welt selbst tun zu lassen. Dann warten wir ab und schauen, ob die guten Dinge wirklich einzutreten beginnen. 

Doch meistens läuft das Geschehen weiterhin unregelmäßig und unterschiedlich ab wie jedes Mal zuvor. Missgeschicke ereignen sich, weil Rückschläge, Ungerechtigkeiten und böse Absichten belohnt werden, während das Gute im Gewand des Bettlers daherkommt. Wir glauben, dass unser Vorsatz, einfach loszulassen, ad absurdum geführt wird, dass Gott die Sache auch nicht besser macht als wir. Wir fragen: Warum erfüllt er seine Aufgaben nicht? 

Aber Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade. Es mag sehr wohl sein, das sein Zeitplan nicht der unsere ist. Wir sind dazu aufgefordert, uns einzuüben im Glauben, ohne sogleich konkrete Ergebnisse sehen zu müssen, und Vertrauen zu haben, wenn es so aussieht, als könnten wir alles sehr viel besser machen. 

Heute bitte ich um den Glauben an mich selbst, der mir hilft, die Dinge geschehen zu lassen. Wie ein Kind, das von seinen Eltern aufgefangen wird, weiß ich, dass ich zu wertvoll bin, um fallengelassen zu werden.