3. August 

Wenn wir nicht lauschen, werden wir die Musik nicht hören. (Eric. M.) 

Was sind wir? Ein Haarbüschel, ein Stück Knochen? Ein Konglomerat von Mineralien, die ein paar Pfennige wird sind? Oder ist jeder von uns ein Gesang? Ein einzigartiger Ton, der bewusst angeschlagen wird, um die unendliche Harmonie des Universums zum Klingen zu bringen? 

Viele von uns würden gerne der letzten Definition zustimmen, aber sie wagen es nicht. Wir sind überzeugt davon, dass unser inneres Instrument verstimmt ist, weil zu viele unserer Töne einen dunklen Klang haben. Wir hören nicht hin, weil wir uns vor dem fürchten, was wir vernehmen könnten. Wir sind sicher, dass wir es nicht mögen würden. 

Die Folge ist: Wir tun gewöhnlich alles andere, als einfach ruhig zu sein und zu lauschen. Wir arbeiten zuviel, joggen zuviel, reden zuviel – alles nur, um nicht hören zu müssen. 

Aber der große Gesang des Universums erklingt weiter, ob wir zuhören oder nicht. Also können wir genau so gut in ihn einstimmen. Vielleicht wird dann unser Geist ruhig genug sein, um zu bewirken, dass wir uns mit einigen neuen Gedanken tragen wie: „Ich bin nicht so schlecht. Mein Ton klingt gut.“ 

Wenn wir uns darin üben, können wir sehr gut werden im Schweigen und im Zuhören. Und im Schweigen sind wir fähig zu verstehen, dass der große Gesang nicht derselbe wäre ohne unsere Töne. 

Ich bitte um den Mut zuzuhören.