30. März 

Als sie mich nicht liebten, dachte ich, in mir wäre etwas nicht in Ordnung. (Donna B.)

Kinder sehen mit den Augen von Kindern und denken mit kindlichem Verstand. Sie haben schließlich noch nicht viele Erfahrungen gesammelt. 

Als wir uns ungeliebt fühlten, waren wir gedanklich noch nicht so weit, dass wir uns gefragt hätten, ob unsere Eltern sich liebten. Wir hatten keinerlei Möglichkeit herauszufinden, dass Lieben sehr viel mehr zu tun hat mit dem Vermögen des Gebenden als damit, ob der Empfänger die Gabe auch verdient. Kinder denken nicht so vernünftig. „Wenn du mich nicht hältst“, stellten wir fest, „dann muss es wohl so sein, dass ich nicht wert bin, gehalten zu werden. Andere Kinder werden geliebt. Der Fehler muss also bei mir liegen.“ 

Wir sind jetzt keine Kinder mehr. Wenn wir reifen, können wir die Einsicht gewinnen zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und dadurch das Vergangene vom Gegenwärtigen zu trennen. Wir können um Beistand bitten, wenn wir ihn brauchen. 

Heute wissen wir, dass gar nichts verkehrt war mit uns. Damals nicht, heute nicht. Weil wir dies wissen, vermögen wir zu verzeihen und loszulassen – um vorwärts zu kommen. Wir verdienen es, geliebt zu werden, wie immer schon. Wir brauchen nicht mehr mit dem Verstand eines Kindes zu denken. 

Ich will meine Fähigkeit, zu lieben und geliebt zu werden, entwickeln, indem ich mit Menschen verkehre, die Liebe geben können.