31. Juli 

Gott helfe dem armen „Baby“, wenn es mit einem Menschen zusammen ist, der sich um alles kümmert, aber uneins ist mit sich selbst. (Marge T.) 

Wenn wir aufwachsen und dabei erfahren, wir seien nur „gut“, wenn wir uns um andere kümmern, gelangen wir direkt zu der Überzeugung, dass Glückseligkeit und Erfolg eines jeden Menschen von uns abhängen. Wir fühlen uns derart verantwortlich für alles, dass wir uns gar nicht mehr anders zu verhalten wissen. Oft heiraten wir „Babys“, um für eine Menge Dinge Verantwortung tragen zu können. 

Viele von uns geraten in Panik, wenn sie den Fehler sehen, den sie gemacht haben. Zunächst versuchen wir noch, die Falle, in die wir gelaufen sind, zu verharmlosen. Dann erkennen wir vielleicht, wie diese Falle beschaffen ist – aber fühlen uns zu niedergeschlagen, um etwas dagegen zu tun. Am Ende aber – wenn Gott und die Freunde uns Hilfe gewähren – finden wir den Mut, auf eine neue Weise zu denken und zu handeln. Fahren wir damit unbeirrt fort, werden wir oft staunen, wie geschickt und überzeugend unsere „Babys“ sein können, sobald wir sie einmal aus dem Nest geworfen haben. 

Wir sollten es versuchen. Es funktioniert. Kaum ein Fehler ist unwiderruflich verhängnisvoll. 

Ich will mich weigern, anderen alles abzunehmen, weil ich einsehe, dass ich den geliebten Menschen lähme, wenn ich ihn ständig nur „fördern“ will.