5. November 

Es fällt der jüngeren Generation schwer, Henry David Thoreau zu verstehen, der an einem Teich lebte, aber keine Wasserski oder einen Schnorchel besaß. (Bill Vaughn) 

Junge Menschen glauben, sie wüssten so viele Dinge, die aber die Jugend in ihrer Unerfahrenheit einfach nicht wissen kann. Man denke etwa an all die Dinge, bei denen wir sicher waren, dass wir sie als Erwachsene gewiss niemals tun würden: „Ich werde meine Kinder nie zu den Hausaufgaben zwingen, wie es meine Mutter tat“. „Ich werde immer in Form bleiben“. „Ich werde nie vor dem Fernseher einschlafen wie mein Vater“. „Wenn ich eine gute Arbeit bekomme, werde ich nicht knickrig sein mit dem Geld wie meine Eltern“. „Ich werde niemals so pingelig sein, dass ich wegen ein paar nassen Handtüchern auf dem Boden ein großes Geschrei anfange“. 

Bis wir eingeholt werden von der Wirklichkeit, wie sie sich mit den Jahren ausprägt, stellen wir uns vor, dass wir zu vital und zu klug seien, um uns anzupassen, Kompromisse zu schließen oder zu versagen. Viele von uns, die heilig versprachen, sie würden immer für ihre Kinder da sein, wurden selbst zu Menschen, die mit großen inneren Problemen zu tun haben. Trotz unserer Annahme, überlegen zu sein, wurden „wir“ wie „sie“, als die Reihe an uns kam. 

Wenn wir das Denk- und Verhaltensmuster hinter unserem Tun erkennen, sollten wir ein besseres Verständnis bekommen von den beiden Enden des Spektrums. 

Ich fälle weniger Urteile über andere, seit ich erkenne, dass wir alle Reisende auf demselben Weg sind.