5. Februar 

Für meine Gefühle bin ich nicht verantwortlich – aber für das, was ich mit ihnen mache. (Dr. Ceophus Martin) 

Die meisten Gefühle stellen sich spontan ein, sind geheimnisvoll und verwirrend. Wir treffen keine bewusste Entscheidung, diese oder jene Stimmung heraufzubeschwören. Sie keimt auf in unserem Bewusstsein, ohne dass wir die Erlaubnis dazu erteilt hätten. 

Ohne ersichtlichen Grund empfinden wir vielleicht lähmende Angst davor, verlassen zu werden, oder haben das entsetzliche Gefühl von Einsamkeit. Solche Emotionen kommen über uns mit einer Macht, die dazu führt, dass wir uns selbst abhanden kommen und zu verschwinden meinen in einer Welt höchst realer Gegebenheiten und voller Menschen, die immer genau wissen, was sie tun. 

Das belanglose Wort, die unbedeutendste Vorstellung oder sogar die bloße Ahnung kann die tief verborgenen Mechanismen unserer Gefühle in Gang setzen. Wir können über diese Mechanismen nicht verfügen – aber wir bestimmen, auf welche Weise die eigenen Gefühle ausgelebt werde. Ihre Beherrschung ist uns nicht in die Wiege gelegt, wir müssen sie lernen. Ein auf positive Ziele gerichtetes Handeln ist, war und wird immer das beste Heilmittel gegen unberechenbare Gefühle sein. Unser konsequentes, bejahendes Tun ist die eigentliche Grundlage für den richtigen Umgang mit unseren Gefühlen. 

Nun, da ich zu agieren lerne anstatt zu reagieren, habe ich weniger Schwierigkeiten mit zerstörerischen Gefühlsausbrüchen als früher.