5. Mai 

Ich habe etwas Wichtiges, an dem du teilhaben sollst. (Cliff G.) 

Ein Mann fragte die Gruppe bei einer Zusammenkunft, ob er von einem wichtigen Sieg in seinem Leben bereichten dürfe. Nachdem man ihn dazu ermutigt hatte, räusperte er sich und sagte: „Heute ist etwas Besonderes passiert. Das Telefonbuch kam heraus. Und zum ersten Mal in meinem Leben werden meine Name und meine Nummer aufgeführt. Ich bin sehr stolz darüber.“ 

Die Gruppe schwieg für einen Augenblick – keiner wusste, wie er antworten sollte. Dann fuhr der junge Mann fort zu erklären, dass er das er das einzige Kind einer Soldatenfamilie war – die zudem mit Alkoholproblemen zu tun hatte. Auf diese mächtigen frühen Einflüsse reagierte er als Erwachsener dadurch, dass er nie zur Ruhe kommen konnte – weder im physischen noch im emotionalen Sinne, und auch nicht in seinem Beruf. Indem er sich weigerte, jemals innezuhalten, zu sich zu finden, hoffte er, dem stillen, gehorsamen, verzweifelten kleinen Jungen in seinem Innern zu entfliehen, der keine Ahnung hatte, warum er es nie zu etwas brachte. 

Doch genug von diesem Gehetztsein. Wenigstens muss es nicht gar so schlimm sein. Egal, wie sehr seine Dämonen an ihm zerrten – er kam zu sich. Jetzt hat er ein Telefon, eine Telefonnummer, und er wird im Verzeichnis namentlich erwähnt. 

Selbstfindung resultiert aus solch heroischen Taten. 

Heute danke ich meinen Freunden in der Gemeinschaft dafür, dass sie ihre Siege genauso mit mir teilen wie ihre Niederlagen. Ihre Freude ist meine Freude.