6. April 

Ich gehe jetzt viel weniger hart mit mir selbst um. Ich habe erkant, dass meine Dämonen in Wirklichkeit Engel sind, die vom Weg abkamen. (Manny J.)

 „O nein! Nicht noch etwas, an dem ich arbeiten muss!“ 

Wie oft fühlen wir uns doch entmutigt, wenn uns noch ein weiteres selbstzerstörerisches Verhaltensmuster in unserem Leben bewusst wird. „Wer braucht denn überhaupt ein solches Maß an Bewusstheit?“ mögen wir uns fragen. 

Viele dieser frustrierenden Verhaltensmuster wurzeln jedoch in einer gesunden, an Liebe ausgerichteten Suche nach dem Wunderbaren. Das Bedürfnis nach Liebe ist uns allen angeboren. Die Familie, in die wir hineingeboren wurden, bildete „die Schule“, wo wir lernten, unsere Bedürfnisse zu befriedigen, wie wir es heute tun. Einige dieser Lektionen führten uns in die falsche Richtung. Bei unserer Suche nach der Wahrheit haben wir vielleicht auch zu lügen gelernt. Bei unserer Suche nach angenehmen Gefühlen haben wir womöglich gelernt, gar nichts zu fühlen. Indem wir das Beste wollten, lernten wir manchmal das Schlechteste. Aber dies geschah doch immer um des Besten willen. Wir sind besser, viel besser als die Summe all unserer Schwächen. 

Ich will lernen, meine Frustrationen als das zu nehmen, was sie sind: Ergebnis meines Unterfangens, den wirklichen und legitimen Bedürfnissen gerecht zu werden.