10. April

„Alles geht vorüber.“ Wie unterschiedlich ist doch die Bedeutung dieses Satzes! In einer glücklichen Stunde wirkt er ernüchternd, angesichts von Kummer und Schmerz hingegen tröstlich. „Alles geht vorüber.“ (Abraham Lincoln)

Manchmal, wenn wir niedergeschlagen sind, meinen wir, die Zeit stünde still, und Schmerz und Trauer würden kein Ende nehmen. Wir bilden uns ein, es würde immer so weiter gehen, eine schmerzvolle Minute würde auf die nächste folgen.

Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Zeit hingegen sehr schnell verrinnt, wenn wir glücklich sind. Nur wenn wir deprimiert sind, kommt uns jede Stunde doppelt so lange vor. Doch die Stunden vergehen und mit ihnen die Sorge, aber auch das Glück. Der Schmerz ist nicht von Dauer, eben so wenig wie die Freude. Nichts hat Bestand.

Alles, was wir jetzt tun müssen, ist, den Augenblick ertragen. Auch er geht vorüber. Wir müssen jetzt stark und geduldig sein und fest daran glauben, dass dieser Augenblick und die momentanen Empfindungen nicht von Dauer sind.

Die Zeit vergeht und mit ihr der Schmerz.

Heute Abend will ich mir vor Augen halten, dass alles vorübergeht. Was kann ich tun, damit die Höhere Macht mir dabei hilft?