11. Februar

Wenn es mir gelingt, einem Menschen wieder Mut zu machen, habe ich nicht umsonst gelebt. (Emily Dickinson)

Wir werden uns noch oft sagen: „Jetzt bräuchte ich ein Meeting“ oder „Ich muss jetzt jemanden anrufen.“ Aber auch andere werden das sagen, denn auch sie brauchen Hilfe.

Mit dem Programm sind wir in der Lage, uns selbst zu helfen. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass es andere gibt, die nicht allein zurechtkommen und auf fremde Hilfe angewiesen sind. Kennen wir jemanden, der Hilfe braucht? Die Hilfe, die man einem Menschen zukommen lässt, wird immer belohnt. Die schönste Belohnung ist die, dass wir unseren Egoismus überwunden haben. Wenn wir einem verzweifelten Menschen helfen können, sind wir auch imstande, uns selbst zu helfen, wenn wir in einer verzweifelten Lage sind. Die Worte, mit denen wir dem anderen Mut zusprechen, machen auch uns Mut.

Eine weitere Belohnung ist, dass man erkennt: auch andere sind schwach. Wenn wir jemandem helfen, werden wir selbst mutiger und haben weniger Scheu davor, den anderen unsere eigenen Schwächen einzugestehen. Jemandem zu helfen ist letzten Endes auch ein Ausdruck von Liebe, die jedoch nicht mit der körperlichen Liebe verwechselt werden darf. Viele von uns glauben nämlich noch immer, dass Liebe und Sexualität nicht voneinander zu trennen sind. Liebe ist Anteilnahme und Hingabe, ohne Erwartung von Gegenliebe.

Ich bin fähig, einem anderen zu helfen und werde reichlich dafür belohnt.