11. Juni 

Ich kann nicht die Hände in den Schoß legen und die Realität um mich herum vergessen, denn wenn ich einen Augenblick lang ohne Orientierung bin und nicht weiß, auf welchem Weg ich mich befinde, erfasst mich Panik, und die Leere um mich herum bereitet mir Angst. Dann muss ich einfach etwas tun … (Joanna Field) 

Nehmen wir an, wir hätten keine Pläne für morgen. Wir müssten weder zur Arbeit noch zum Unterricht und hätten auch keine Besorgungen zu machen. Im ersten Moment werden wir uns vielleicht darüber freuen, aber dann sollten wir uns daran erinnern, wie es war, als wir das letzte Mal unsere Zeit allein verbringen mussten. 

Haben wir uns ruhig in eine Ecke gesetzt und in uns hineingehorcht, um alle quälenden Gedanken abzuschütteln und uns zu entspannen? Oder haben wir sofort den Fernsehapparat angestellt, ein Buch zur Hand genommen und sind hektisch in der Wohnung hin und her gerannt? 

Vielleicht haben wir Angst, allein zu sein und nur still dazusitzen. Doch wenn wir bereit sind, auf die Stimme in uns zu hören, ohne Geräuschkulisse ringsum und ohne uns mit irgendwelchen Tätigkeiten abzulenken, werden wir allmählich entdecken, dass unsere tiefsten Gedanken kreativ, anregend und intuitiv sind. Dann sind wir auf dem Weg, uns selbst zu entdecken. 

Heute Abend will ich mich fünfzehn Minuten lang auf mein Inneres konzentrieren. Wenn ich nicht weiß, worüber ich nachdenken soll, werde ich mich auf die Höhere Macht konzentrieren.