12. Juni 

Nütze deine Talente. In den Wäldern wäre es ziemlich still, wenn nur die Vögel sängen, die am besten singen. (Pfarrer Oliver G. Wilson) 

Der Perfektionist in uns ist ein sehr strenger Kritiker. Er sagt uns, der Fotograf in uns wird nie ein Ansel Adams sein, der Schriftsteller in uns niemals ein Charles Dickens und der Geschäftsmann in uns kein Henry Ford. Er sagt auch, dass wir als Eltern nie vollkommen sein werden. 

Dieser Perfektionist in uns übt eine unheimliche Macht auf uns aus und bewirkt, dass wir uns all jenen, die etwas vor uns geleistet haben, unterlegen fühlen. Eine solche Verurteilung kann unsere Kreativität und unsere Fähigkeiten derart beeinträchtigen, dass wir es aufgeben, auf einem Gebiet etwas leisten zu wollen. 

Wie wollen wir wissen, ob wir auf einem Gebiet etwas Besonderes leisten? Sicher, wir werden kein Ansel Adams oder sonst wer sein, denn die hat es bereits gegeben. Aber wir können wir selbst sein und unsere Talente aufs Beste nützen. Wir werden vielleicht sogar erfolgreich und berühmt sein, oder auch nicht. Doch um das zu wissen, müssen wir es auf einen Versuch ankommen lassen. Mit unseren Fähigkeiten und Talenten können wir unglaublich viel erreichen. Aber dazu müssen wir sie vorher erproben. 

Welche Talente besitze ich? Ich kann diese Talente nicht entwickeln, indem ich andere nachzuahmen versuche, sondern nur, indem ich mich bemühe, herauszufinden, wozu ich imstande bin.