17. Juli

Die Welt ist voll von Leuten, die das große Glück suchen und dabei die Zufriedenheit ganz übersehen. (Doug Larson)

Bevor wir dem Programm beitragen, glich unser Leben dem Auf und Ab eines Wellenreiters. Entweder waren wir ganz unten und völlig verzweifelt oder ganz oben und überglücklich. Ganz oben kam es uns vor, als müsste dieses überschäumende Glücksgefühl ewig anhalten, und am liebsten wären wir immer ganz oben geblieben.

Heute verläuft unser Leben viel ruhiger und ist auch nicht solchen extremen Schwankungen ausgesetzt. Weil unser Glück nicht mehr so große Sprünge macht, können wir manchmal mit Gefühlen überschäumenden Glücks oder tiefer Verzweiflung wenig anfangen. Heute verspüren wir eher Zufriedenheit, Frohsinn, Heiterkeit und Frieden.

Genauso wie wir uns an ein Paar neuer Schuhe gewöhnen müssen, müssen wir uns auch an diese Art von Gefühlen gewöhnen. Wir müssen sie im normalen Alltag erproben und auch an den Abenden, die wir auf unterschiedliche Weise verbringen. Es wird nicht lange dauern, bis wir uns an sie gewöhnt haben. Dann wird es uns auch nicht mehr eigenartig vorkommen, wenn wir uns ausgeglichen und ruhig fühlen. Wir werden sicher bald erkennen, dass diese Gefühle immer da waren, nur, dass uns die Angst daran gehindert hat, sie wahrzunehmen.

Heute Abend will ich dankbar dafür sein, dass ich kein „Wellenreiter“ bin. Ich habe auch keine Angst mehr vor der Eigenschaft meiner Gefühle.