18. April

Schon eine kleine Sache kann durch die Sorge einen großen Schatten werfen. (Schwedisches Sprichwort)

Unser körperliches, geistiges und seelisches Wachstum wird durch die leiseste Sorge beeinträchtigt. Wir werden nicht nur ängstlich, sondern neigen auch dazu, „aus einer Mücke einen Elefanten zu machen“. Durch die Sorge wirft schon die kleinste Schwierigkeit einen langen, dunklen Schatten auf unser Leben.

„Wie wichtig ist mir eine Sache?“ ist die erste Frage, die wir uns stellen sollten, wenn wir in Sorge sind. „Wie kann ich gegen diese Sorge angehen?“ Wenn wir ihr auf den Grund gehen, werden wir feststellen, dass sie mit der Vergangenheit oder der Zukunft zu tun hat, aber nichts mit der Gegenwart. So lange wir den Gegenstand unserer Sorge hegen und pflegen, werden wir auch nicht in der Gegenwart leben.

Es liegt ganz in unserer Macht, unsere Sorge ins Unermessliche zu steigern oder sie auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn wir heute Abend auf die Ereignisse des Tages zurückblicken, sollten wir keine Zeit dafür verschwenden, uns über Geschehenes oder Ungeschehenes Sorgen zu machen. Auch die Zukunft sollte kein Anlass zur Besorgnis sein. Stattdessen sollten wir uns ganz auf die Gegenwart konzentrieren und alle Sorgen von uns weisen.

Ich will nur von meinem eigenen Schatten begleitet werden und nicht von dem, den die Sorge auf mich wirft.