19. Juni 

Der Mensch, der keine Fehler macht, kennt weder Mut noch Abenteuerlust. Er wagt nie etwas Neues. Er ist eine Bremse für die Räder des Fortschritts. (M. W. Larmour) 

„Fortschritt statt Perfektion“ lautet die Devise des Programms. Unsere Bestrebungen jedoch, alles richtig und zur rechten Zeit zu machen – und meist auch ohne fremde Hilfe zu beanspruchen -, haben unweigerlich Enttäuschungen und das Gefühl des Versagens zur Folge. 

Als Henry Ford sein erstes Automobil konstruierte, vergaß er, den Rückwärtsgang einzubauen. Kann man das als Versagen bezeichnen? Bestimmt nicht, wenn man bedenkt, wie revolutionär sein nächster Wagen – das Modell T – für die Autoindustrie war. Ford lernte aus seinem Fehler und nutzte das wissen, das er daraus ableitete, für ein noch besseres Modell. 

Heue Abend wollen wir an etwas weit Wichtigerem bauen – nämlich an unserem Selbst. Doch es wird uns kein vollkommenes Modell gelingen, sondern nur ein besseres als das bisherige. Wenn wir das erreichen, nehmen wir auch die Fehler in Kauf, die uns dabei unterlaufen. 

Welche Fehler habe ich heute gemacht, aus denen ich jetzt, am Abend, lernen kann?