24. Mai

Anspannung ist eine Angewohnheit, Entspannung ist eine Angewohnheit. Schlechte Angewohnheiten kann man ablegen, gute Angewohnheiten kann man fördern. (William James)

Nägelbeißen, Fußwippen, Fingerklopfen oder Händereiben, das alles ist Ausdruck nervöser Anspannung. Meistens sind uns diese Angewohnheiten gar nicht bewusst. Wir können sie mit Hilfe der gleichen Werkzeuge bekämpfen, die das Programm zur Suchtbekämpfung anbietet. Dazu müssen wir die „Schritte“ befolgen, durch die wir uns zuerst einmal dieser Angewohnheit bewusst werden und dann die nötige Stärke aufbringen, um dagegen ankämpfen zu können. Wir haben aber auch die Möglichkeit, eine gute Angewohnheit anzunehmen, mit der wir die schlechte ersetzen.

Angenommen, wir sind vor Beginn eines Meetings schrecklich nervös. Wir sitzen da, kauen wie in allen Stresssituationen an den Fingernägeln. Wir können diese schlechte Angewohnheit aber durch eine gute ersetzen, indem wir zum Beispiel freiwillig Kaffee zubereiten. Auf diese Weise sind unsere Hände und Gedanken beschäftigt, bis das Meeting beginnt. Wir können uns also mit Hilfe des Programms schlechte Angewohnheiten abgewöhnen, haben aber auch die Möglichkeit, die schlechten durch gute zu ersetzen.

Welche schlechten Angewohnheiten habe ich? Heute Abend nehme ich mir fest vor, sie durch gute zu ersetzen.