29. März

Ich muss allmählich lernen, mich weniger zu kontrollieren, die Pedale loszulassen, wenn es an der Zeit ist… Schritt für Schritt ganz sachte lernen, dass das, was ich bin, was wir sind, diese Macht ist, die bewegt und bewegt wird, die verändert und sich ändert. (Linda Rosch)

Loslassen zu können, heißt nicht, dass wir das Leben nicht mehr im Griff haben und in einen tiefen Abgrund stürzen. Nicht mehr an einer fixen Idee, einer Charakterschwäche, einem negativen Gefühl einem anderen gegenüber festzuhalten, ist ein ganz langsamer, kaum spürbarer Vorgang.

Wir müssen uns vorstellen, wir wären der Kapitän eines Flugzeuges, das voll besetzt mit Passagieren ist. Nach dem Abheben müssen wir die Maschine allmählich in die richtigen Koordinaten lenken. Wir können nicht eine jähe Kurve einschlagen, sonst würden die Passagiere aus ihren Sitzen geschleudert. Im Gegenteil, wir müssen ganz sachte die Richtung ändern und dabei den Wind berücksichtigen.

Auch mit uns selbst müssen wir ganz behutsam umgehen. Es ist unmöglich, von heute auf morgen eine Gewohnheit abzulegen, die uns an uns missfällt. Doch wenn wir bereit sind, sie aufzugeben, ist schon der erste Schritt zum „Loslassen“ getan. Dann müssen wir uns langsam auf diese Veränderung einstellen.

Loszulassen ist ein langsamer Vorgang. Mit Hilfe der Höheren Macht kann ich noch heute damit beginnen.