29. April

Als Kind war ich sehr jähzornig. Als ich wieder einmal wegen einer Kleinigkeit auf eine Freundin wütend war, sagte meine Mutter zu mir: „Elizabeth, jeder, der dich ärgert, besiegt dich.“ (Schwester Elizabeth Kenny)

Wenn wir sagen, jemand „sieht rot“, meinen wir, dass er wütend ist. Wut zu verspüren kann ebenso Erleichterung verschaffen wie es auch Schmerz erzeugen kann. Doch solange wir nicht wissen, wie wir unsere Wut loswerden und ein ausgeglichenes Leben führen können, werden wir immer wieder unter Wutausbrüchen und ihren Folgen zu leiden haben.

Was können wir tun, um nicht bei jeder Gelegenheit zu explodieren? Das Programm zeigt uns mehrere Wege auf. Zuerst können wir unsere Ohnmacht den Menschen oder Dingen gegenüber eingestehen, die der Auslöser für unsere Wut waren. Zweitens können wir uns fragen: „Lohnt es sich eigentlich, dass ich mich wegen dieser Sache so aufrege?“ Und drittens können wir die Höhere Macht bitten, uns von unserer Wut zu befreien. Das ist nicht immer einfach, denn im gleichen Maße, wie wir unsere Wut ablegen möchten, halten wir auch daran fest. Aber durch konstantes Üben wird es uns gelingen, unsere Wut zu besiegen, anstatt von ihr besiegt zu werden.

Bin ich heute Abend wütend? Ich will die Zwölf Schritte zu Rate ziehen, um meine Wut zu besiegen und nicht überall gleich rot zu sehen.