3. Februar

Habe ich dir doch selbst geboten: Sei mutig und stark! Habe keine Furcht und keine Angst! Denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wohin du gehst! (Josua 1,9)

Ist das Ende unseres Seiles erreicht, haben wir drei Möglichkeiten: Entweder loszulassen oder einen Knoten zu machen und uns daran festzuhalten oder das Seil zu splissen und zu verlängern und von neuem zu beginnen. Wann immer wir das Gefühl haben, dass wir am Ende sind und uns niemand hilfreich zur Seite steht, gibt es immer einen neuen Anfang. Wenn wir imstande sind, über das Ende einer Sache hinauszusehen, werden wir auch immer einen neuen Anfang entdecken.

Auf jeden Sturm folgt Stille. Nach jedem Streit tritt Schweigen ein. Ist eine Beziehung zu Ende, beginnt eine neue. „Das Leben geht weiter.“ Das ist allein schon durch die Zeit bedingt, denn nach Ablauf jeder Minute fängt die nächste an.

Jede Nacht ist ein Ende und ein Anfang. Wenn die Sonne untergeht, geht der Mond auf, und die Sterne erscheinen am Himmel. Haben wir die Aktivitäten des Tages beendet, setzen die des Abends ein. Und sind auch diese zu Ende, bringt der neue Tag neue Aufgaben.

Ich muss keinem Ende mit Bangen entgegen sehen, denn jedes Ende birgt einen neuen Anfang.